Der von Anbietern von Tagesgeldkonten beworbene Zinssatz stellt zwar eine wichtige Information für den Tagesgeldkontovergleich dar, aber bei Weitem nicht die einzig relevante. Folgende Aspekte sollten zusätzlich beachtet werde
Ist der Zinssatz festgeschrieben?
Über welchen Zeitraum wird der angebotene Zinssatz garantiert? Die Angebote unterscheiden sich hier erheblich, der Zeitraum der Zinsfestschreibung variiert üblicherweise zwischen drei Monaten und einem Jahr. Einige Angebote beinhalten sogar überhaupt keine Festschreibung der Zinsen.
Wer profitiert von dem beworbenen Zinssatz?
Nicht immer gilt der angegebene Zinssatz für alle Kunden. Oft werden beispielsweise Neukunden mit speziellen Angeboten umworben, wobei der Begriff „Neukunde“ sehr eng auszulegen ist. Neukunde ist demnach nur, wer bisher noch keinerlei Geschäftsbeziehung zu der jeweiligen Bank unterhalten hat. Oft wird auch ein Mindestanlagebetrag vorausgesetzt.
Für viele Kunden stellt sich beim Bankenwechsel auch die Frage, nach den ethischen Kriterien der Geldanlage ihrer Bank.
Welche Einlagensicherung wird angewendet?
Deutsche Anbieter unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung, die Beträge bis zu 100.000 Euro garantiert. Freiwillige Einlagensicherungsfonds sichern sogar noch deutlich höhere Beträge ab. Für Anlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro gelten innerhalb der EU weitgehend einheitliche Sicherungsstandards. Lediglich bei Anbietern, die ihren Sitz nicht in einem EU-Staat haben, ist in diesem Fall daher Vorsicht geboten. Bei höheren Anlagebeträgen gelten auch innerhalb der EU höchst unterschiedliche Regeln, weswegen eine genaue Nachfrage zu empfehlen ist.
Wie oft werden Zinsen gutgeschrieben?
Zinsgutschriften werden von den Banken sehr unterschiedlich gehandhabt. Einige Banken schreiben Zinsen jährlich gut, andere halbjährlich, vierteljährlich oder gar monatlich. Je häufiger Zinsen gutgeschrieben werden, desto stärker profitiert der Kunde vom Zinseszinseffekt.
Welche Gebühren werden verlangt?
Angesichts der relativ niedrigen Rendite von Tagesgeldkonten können auch geringe Nebenkosten erheblichen Einfluss auf die tatsächliche Rendite (Nettorendite) haben. Selbst wenn keine Kontoführungsgebühren verlangt werden, fallen bei einigen Instituten dennoch andere Gebühren an. Dabei kann es sich beispielsweise um Überweisungsgebühren handeln oder um Gebühren für Kontoauszüge und Steuerbescheinigungen.






